WebP, PNG oder JPG: Welches Bildformat solltest du nutzen?
Drei Formate decken fast alle Bilder im Web ab. Sie sind nicht austauschbar, und die richtige Wahl kann das Gewicht einer Seite halbieren.
Eine schnelle Faustregel
Fotografien: WebP oder JPG, wenn du maximale Kompatibilität brauchst. Logos, Icons und Screenshots mit scharfem Text: PNG (oder SVG, wenn es ein Vektor ist). Alles mit Transparenz: PNG oder WebP. Nutze PNG nie für ein großes Foto, außer du musst es verlustfrei behalten.
JPG: das universelle Fotoformat
JPG ist verlustbehaftet und unterstützt keine Transparenz. Es kommt mit Fotografien gut zurecht, weil die verworfenen Details solche sind, die das Auge kaum bemerkt. Text und harte Kanten bekommen bei niedriger Qualität unscharfe Höfe. Jedes Gerät und Programm öffnet es.
PNG: verlustfrei und transparent
PNG verliert nie Informationen und ist deshalb ideal für Screenshots, Diagramme, Logos und alles, was du wiederholt bearbeitest. Der Preis ist die Größe: Ein als PNG gespeichertes Foto kann fünf- bis zehnmal größer sein als dasselbe Foto als JPG.
WebP: der moderne Allrounder
WebP kann verlustbehaftet oder verlustfrei sein und unterstützt Transparenz und Animation. Verlustbehaftetes WebP ist bei ähnlicher Qualität meist 25–35 % kleiner als JPG, verlustfreies WebP etwa ein Viertel kleiner als PNG. Alle aktuellen Browser zeigen es an. Das verbleibende Problem sind ältere Desktop-Software und Upload-Formulare, die .webp nicht akzeptieren.
Und AVIF?
AVIF komprimiert noch besser als WebP, oft weitere 20–30 %, und wird von Browsern breit unterstützt. Es wird langsam kodiert und von Editoren weniger unterstützt, eignet sich also eher für die Auslieferung im Web als zum Dateiaustausch.
Kurzer Vergleich
Foto für eine Website: WebP (mit JPG als Fallback). Foto für E-Mail oder Druck: JPG. Logo oder Icon mit Transparenz: PNG oder WebP. Screenshot mit Text: PNG. Bild, das du weiter bearbeitest: PNG.